Geburtstagsfeier bei Matthias Matussek: Beckmann erklärt sein Geburtstagsständchen für umstrittenen Journalisten

TV-Moderator Reinhold Beckmann hat sich von der Teilnahme an einer Geburtstagsparty des früheren Spiegel-Journalisten Matthias Matussek distanziert. Der TV-Moderator hatte für den früheren Freund den Bob-Dylan-Klassiker „Things have changed“ auf der Gitarre gespielt und dazu gesungen. Das Problem: Matussek hat sich im Laufe der Jahre politisch von einem linken 68er zu einem strammen Rechtsaußen gewandelt. Er selbst beschreibt sich als „Frauenfeind, Nationalist, Dunkelkatholik“. 

Auf der Feier waren neben alten Weggefährten einige seiner neuen Freunde zu Gast. Unter anderem auch der Rechtsextreme Mario Müller von der Identitären Bewegung. Weitere Gäste waren Erika Steinbach, einst Bundestagsabgeordnete und heute Leiterin der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung; Dieter Stein, Gründer und Geschäftsführer der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“; Andreas Lombard, Chefredakteur des rechten Magazins „Cato“ und Moderator zahlreicher AfD-Veranstaltungen.

Matussek selbst postete ein Video von Beckmanns „glänzendem Ständchen“: 

Beckmann nahm in einem längeren Text auf seiner Facebook-Seite Stellung, nachdem er für seinen Auftritt in den sozialen Medien viel Kritik einstecken musste. Unter anderem schrieb er: „Was mir nicht ganz klar war, in welcher Gesellschaft er da tatsächlich seinen Geburtstag feiern würde. Klar, ich hätte es mir denken können. Ich muss zugeben, ich habe mich da verlaufen, ich hätte dort nicht hingehen sollen. Wir kannten uns ja lange und ich erkannte ihn nicht mehr wieder. Es ist einfach nichts mehr da vom alten Matussek, kaum noch alte Freunde, dafür viele neue rechte Gesinnungskumpel. Wie bitter.“

Massive Kritik auch von Jan Böhmermann

Massive Kritik kam auch von Jan Böhmermann. Der TV-Moderator und Satiriker verlangte vom Magazin „Spiegel“ Aufklärung darüber, ob das Blatt „vorab Kenntnis von dieser Zusammenkunft“ hatte. Zu den Gästen Matusseks zählten neben Beckmann auch bekannte „Spiegel“-Journalisten wie Alexander Smoltczyk und Jan Fleischauer.

Write a Reply or Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.